2010-04-27T22:29:52

Bogenstile

Wie sollen die einzelnen Schützen an den Turnieren mit unterschiedlichen Bogenarten miteinander verglichen werden ?

Gar nicht.

Schützen und Bogenarten werden in verschiedene Kategorien eingeteilt, damit ein Vergleich untereinander möglich ist. Dabei werden je nach Verband leicht unterschiedliche Kritereien angewendet. Der BC Baden ist Mitglied des FAAS (Field Archery Association Switzerland) und damit des IFAA (International Field Archery Association).

Schützen

Die Schützen sind unterteilt in Veteranen (über 55 Jahre), Erwachsene, Junioren (13 -16 Jahre), Schüler und jeweils auch in männlich und weiblich.

Bogen

Alle Bilder: Copyright IFAA ( www.ifaa-archery.org )

Die drei Grundarten von Bögen (siehe auch Bogenführer) werden bei Recurve und Compound noch weiter unterschieden anhand der zulässigen Zusatzausrüstung. Dabei geht es nicht nur um Visier oder nicht Visier sondern um viele weitere kleine Details, die ganz genau geregelt sind.

 

Freestyle Unlimited

Erlaubt sind alle Arten von Bogen, Visieren und mechanischen Abschusshilfen.

IFAA

Freestyle limited - Recurve und Compound

a. Jede Art von Visier ist erlaubt.

b. Mechanische Abschusshilfen sind nicht erlaubt.

 

IFAA

 

IFAA

 

Barebow - Recurve und Compound

a. Bogen, Pfeile, Sehnen und Zubehör müssen frei sein von Visiereinrichtungen, Markierungen, Flecken oder Laminierungen, welche zum Zielen verwendet werden könnten.

b. Eine verstellbare Pfeilauflage kann verwendet werden, um den Abstand zwischen Pfeil und Bogenfenster zu regulieren.

c. Der Gebrauch von Stabilisatoren ist erlaubt.

d. Es ist nur ein fester Nockpunkt an der Sehne erlaubt, welcher durch einen oder zwei Nockpunktringe markiert sein kann.

e. Keine mechanische Vorrichtung am Bogen ist erlaubt ausser einer nicht verstellbaren Auszugkontrolle und/oder einer Nivelliereinrichtung, die beide nicht oberhalb des Pfeils herausragen dürfen.

f. Alle Pfeile müssen in Länge, Gewicht, Durchmesser, Befiederung und Nocken übereinstimmen, ungeachtet der Farbe und abnützungsbedingter Unterschiede.

 

IFAA

 

IFAA

 

Bowhunter - Recurve und Compound

a. Bogen, Pfeile, Sehne und Zubehör müssen frei sein von Markierungen, Flecken oder Laminierungen, welche zum Zielen verwendet werden könnten. Eine Nivelliereinrichtung ist nicht erlaubt.

b. Es dürfen keine Vorrichtungen irgendwelcher Art, die zum Zielen verwendet werden könnten, an der Ausrüstung des Schützen angebracht sein. Ein Klicker ist nicht erlaubt.

c. Optische Vorrichtungen, welche dem Bogensportler helfen, die Ausrichtung des Auges oder den Ankerpunktes konstant zu halten, sind nicht erlaubt.

d. Es ist nur ein fester Nockpunkt an der Sehne erlaubt, welcher durch ein oder zwei Nockpunktringe markiert sein kann.

e. Nur ein fester Ankerpunkt ist erlaubt.

f. Der Schütze muss mit dem Zeigefinger die Pfeilnocke berühren. Er darf die Fingerposition während des Wettbewerbs nicht verändern. Ausgenommen sind Fälle von körperlicher Behinderung, für die spezielle Ausnahmen gemacht werden.

g. Alle Pfeile müssen in Länge, Gewicht, Durchmesser, Befiederung und Nocken übereinstimmen, ungeachtet der Farbe und abnützungsbedingter Unterschiede.

h. Zugelassen sind Sehnendämpfer an der entsprechenden Stelle an der Recurvespitze, Sehnengeräuschdämpfer im Mindestabstand von 30.5 cm vom Nockpunkt, sowie ein Bogenköcher, der am Bogen gegenüber dem Schussfenster so angebracht ist, dass kein Teil davon im Schussfenster zu sehen ist. Erlaubt ist ferner ein gerader Stabilisator, der samt Kupplungsvorrichtung vom Bogenrücken aus gemessen nicht länger als 30.5 cm ist. Gegabelte Stabilisatoren und Gegengewichte sind nicht zugelassen. Der Gewindeaufsatz am Bogen zählt zur Länge des Stabilisators.

i. Das Bogenauszugsgewicht darf während einer Runde nicht verändert werden.

 

IFAA

 

IFAA

 

Bowhunter Unlimited

a. Erlaubt sind alle Arten von Bogen und mechanischen Abschusshilfen, sowie ein Visier mit vier oder fünf festen Bezugspunkten. Visier und Bezugspunkte dürfen während einer Runde nicht verstellt werden.

b. Die Visiernadeln müssen vom Befestigungspunkt bis zum Visierpunkt geradlinig und innerhalb des Visiers eher waagrecht als senkrecht angebracht sein, mit nur einer Visiermöglichkeit pro Nadel oder Bezugspunkt. Nadeln mit Dach oder Visiere mit Linsen sind nicht erlaubt.

c. Eine mechanische Abschusshilfe ist erlaubt.

d. Es ist entweder eine Kussperle oder eine Visierblende an der Sehne erlaubt, jedoch nicht beides. Keinerlei Vergrösserungseinrichtungen dürfen in der Visierblende integriert oder an ihr angebracht sein.

e. Ein Schutzbügel ist bei Nadelvisieren erlaubt, wenn die oberste Visiernadel von der Unterkante des oberen Teils des Schutzbügels weiter entfernt ist als von der nächsten Visiernadel. Sinngemäss Gleiches gilt für die unterste Visiernadel und den Unterteil des Schutzbügels.

f. Alle anderen Regeln der Klasse Bowhunter sind anzuwenden.

 

IFAA

 

Bowhunter Limited

a. Es gelten dieselben Regeln wie in der Klasse Bowhunter Unlimited, jedoch ist eine Abschusshilfe nicht erlaubt.

 

IFAA

 

Longbow

a. Ein einteiliger Bogen mit geraden Enden aus beliebigem Material, welcher im aufgespannten Zustand eine gleichmässige einseitig gekrümmte Kurve beschreibt, die wie folgt gemessen wird:
Der aufgespannte Bogen wird senkrecht gehalten, so dass die Sehne eine Vertikale bildet. Der Winkel zwischen der Horizontale und der Tangente an einem Punkt des Wurfarms muss mit wachsender Entfernung dieses Punktes vom Bogengriff stetig abnehmen (Anm.: kein Recurve).
Im Zweifelsfall wird am Bogenrücken zwischen dem Ende der Verjüngung des Mittelstücks und dem Beginn der Endverstärkung (falls keine vorhanden ist, der Sehnenkerbe) eine Schnur gespannt; diese muss überall ohne Zwischenraum am Wurfarm aufliegen.

b. Endverstärkungen dürfen nicht dicker als 20 mm sein, gemessen von der Oberfläche des Wurfarmes, und nicht länger als 50 mm, gemessen von der Mitte der Sehnenkerbe in Richtung des Bogengriffs.

c. Der Bogen darf ein Bogenfenster und ein Pfeilbett haben. Die Seite des Fensters ist über die ganze Fensterlänge abgeschrägt und, wo das Bogenfenster in den oberen Wurfarm übergeht, abgerundet. Der Fensterausschnitt darf nicht über die Bogenmitte hinausgehen.

d. Die Innenseite des Bogens, der Griff, das Bogenfenster und das Pfeilbett dürfen keine Markierungen und Flecken aufweisen, welche zum Zielen verwendet werden können.

e. Zusatzeinrichtungen zum Zwecke der Stabilisierung, Nivellierung, Verminderung der Zugstärke, des Zielens und der Auszugkontrolle sind nicht erlaubt.

f. Es ist nur ein Nockpunkt an der Sehne erlaubt, welcher durch ein oder zwei Nockpunktringe markiert sein kann. Werden einrastende Nocken verwendet (z.B. Kugelnocken), ist nur ein dazu passender Nockpunkt erlaubt.

g. Die Pfeile müssen aus Holz sein, befiedert mit Naturfedern, und gleiche Länge, Befiederung und Spitzen aufweisen; die Farbe ist unerheblich. Der Pfeil darf keine Markierungen oder Flecken aufweisen, die als Zielhilfe dienen können. Die Nocken können aus beliebigem Material bestehen; jedes Spitzengewicht ist möglich.

h. Es ist der mediterrane Abschuss vorgeschrieben (Zeigefinger über der Nocke, Mittel- und Ringfinger darunter). In Fällen von körperlicher Behinderung werden spezielle Ausnahmen gemacht.

i. Sind die vorstehenden Bestimmungen nicht erfüllt, erfolgt die Einteilung in der Klasse Bowhunter Recurve oder einem anderen Schiessstil, in welchem die Ausrüstung zugelassen und verwendbar ist.

 

IFAA

 

 

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